Aurikolotherapie, die Akupunktur des menschlichen Ohrs

Als Begründer der Ohrakupunktur gilt der französísche Arzt Dr. Paul Nogier. Er entdeckte, dass der gesamte Körper sowie die inneren Organe sich im menschlichen Ohr wieder finden und als Reflexzonentherapie zu nutzen sind.
Die zu behandelnden Punkte zeigen sich druckschmerzhaft und haben einen veränderten Hautwiderstand. Man kann die Ohrpunkte mittels Nadelung, Reizstrom, Injektionen, Akupressur usw. stimulieren und einen postiven Einfluss auf den gesamten Organismus bewirken. Auch als diagnostisches Hilfsmittel könne die Ohrpunkte dienen.

Die Domäne der Ohrakupunktur sind Schmerzen verschiedenster Art.
Auch Ischialgien, Lumbago, Myalgien, Myogelosen und Neuralgien. Auch in der Suchttherapie wie z.B. bei Adipositas und der Raucherentwöhnung (nur wenn der starke Wille zum Aufhören vorhanden ist) hat sich die Aurikolotherapie bewährt.
Ebenso positiv können Schlafstörungen, Ängste, Phobien, Enuresis noctura und Allergien beeinflusst werden.


Es können auch Erfolge bei hormonellen Störungen, Störungen von Leber, Galle, Magen, Pankreas, Nieren, Gastrointestinaltrakt und Herzinsuffizienzen nachgewiesen werden.

Die Ohrakupunktur darf nicht während der Menses an hormonellen Punkten angewendet werden, nicht während der Schwangerschaft und nach großen physischen und oder psychischen Anstrengungen. Ebenso nicht bei Infektionen, MS und starken Depressionen.

Führt die Behandlung nicht zum Erfolg kann es an einer vorherigen Ohroperation liegen (durchtrennte Nerven) oder an dem Gebrauch bestimmter Medikamente.

Wie fühlt sich der Patient nach der Behandlung?

Meistens wird eine angenehme Müdigkeit und Benommenheit empfunden.
Es kann aber auch zu einem Kältegefühl und einer folgenden Erstverschlimmerung kommen.

In jedem Fall lohnt es sich, die Ohrakupunktur als nebenwirkungsarmes Verfahren einmal auszuprobieren!

In meiner Praxis wird die Ohrakupunktur meist als ergänzendes Verfahren zur Osteopathie ausgeübt.